Keep Surfing

Mutig, cool, kompromisslos ? ein Film über Menschen, Surfen, das Leben und eine Welle mitten in München

Der Titel des Filmes ?Keep Surfing? verrät nicht mal ansatzweise, um was für einen einzigartigen und ausgefallenen Surffilm es sich da handelt. Der 36-jährige Wahlmünchner  Björn Richie Lob hat einen Kinofilm über die Flusswelle in München gedreht, der am 20. Mai in den deutschen Kinos anläuft. Vor 10 Jahren hatte der selbst passionierten Fluss- und Ozeansurfer die Idee zu dem Film. Daraus ist viel mehr als eine Dokumentation der Wellen in München geworden. Keep Surfing skizziert die Münchner Surf-Subkultur anhand von sechs Surfern, die alle komplett unterschiedliche Lebensstile verfolgen, doch in einem sind die sechs Ausnahmesurfer absolut gleich, der Leidenschaft zum Surfen.

Für die Aufnahmen ist Lob seinen Hauptdarstellern hinterher gereist, denn es geht ihm nicht ausschließlich, um die Münchner Flusswellen, sondern um die Leidenschaft ein Surfer zu sein und wozu Surfer in der Lage sind, um dieser Passion nachzugehen.

Der Regisseur und Produzent Björn Riechie Lob ist seit Jahren fester Bestandteil der deutschen Surfszene. Bei zahlreichen Deutschen Meisterschaften des DWVs hat er selbst teilgenommen und nebenher die Filmdokumentation der Wettbewerbe geführt. Immer wieder hat er an den Abenden Ausschnitte von Keep Surfing gezeigt als Bonus für die TeilnehmerInnen der DM. Mehr als 5 Jahre hat er Aufnahmen der Eisbachwelle gesammelt .

Zu Quirin Rohleder, ehemals Mitglied der deutschen DWV Nationalmannschaft, ist Lob bis nach Tahiti geflogen. Quirin ist gelernter Dolmetscher und Übersetzer und hat bei der ASP Tour einen Job als Moderator bekommen. Bei dem ASP Event in Tahiti konnte Björn die Meinungen der Topprofis zur Eisbachwelle einfangen.
Dank den Archiven des Kameramanns und Flusssurfers Dieter Deventer dokumentiert
Keep Surfing mehr als drei Jahrzehnte Surf-Subkultur in München auf der Eisbachwelle, an der Floßlände in Thalkirchen und auf der freien Isar. Dieter Deventer ist Münchner Flusssurfer der ersten Stunde und ebenfalls eine der Hauptfiguren des Films.
Anhand der Surfer Florian Kummer und Gerry Schlegel wird gezeigt, dass Flusssurfen nicht nur aussergewöhnlich ist, sondern auch extrem radikal betrieben werden kann. Szenen aus einem Hochwassergebiet in Frankreich zeigen den Orthopäden Florian Kummer wie er von einem Strudel lebensbedrohlich unter Wasser gezogen wird.  
Das surftechnische Gegenteil der beiden ist der Surfer und sogenannte ?Hausmeister? der Eisbachwelle, Walter Strasser. Dank Strasser gibt es die Planken in der Eisbachwelle, die das Wasser überhaupt erst zu einer stabilen Welle stauen. Strasser hat zwei Jahre lang gebraucht, um sicher an der Welle entlang zu kommen.
Kein Local der Eisbachwelle aber passionierter Flusssurfer ist Eli Mack. Mack ist bisher 120 Flusswellen weltweit gesurft. Seine Lebensgeschichte würde eine perfekte Grundlage für einen trashigen Undergroundroman abgeben. Aufgewachsen bei seinen drogenabhängigen Eltern, mit 16 ausgezogen von zuhause und bei einer Gang gelebt, Kriminalität, Drogen, Alkohol und Raubüberfälle bestimmen seinen Alltag. Die Wende in seinem Leben hat ein Unfall in einer monströsen Flusswelle in Kanada (Skookumchuck) Lob hat ihn eingeladen das Riversurfing in München auszutesten.

Der Film ist ein absolutes Muss für alle, die sich fürs Surfen begeistern und schon infiziert sind. Keep Surfing ist was komplett anderes als Kelly Slater in einer balinesischen Perfektionswelle. Er erweitert den Blick, was Surfen ausmacht und wie weit man geht, wenn es einen gepackt hat.

KEEP SURFING

www.keep-surfing.de
Ein Film von Björn Richie Lob
D 2009 / Länge: ca. 91 Min.
Deutscher Kinostart: 20. Mai 2010
im Verleih von Prokino